Im Juli erstmals weniger Pkw-Neuzulassungen als im Vorjahr

Im Juli 2016 werden erstmals in diesem Jahr weniger Neuzulassungen verzeichnet, als im Vorjahresmonat. Der Diesel steht besonders unter Druck. (Grafik: Kraftfahrt-Bundesamt)
Im Juli 2016 werden erstmals in diesem Jahr weniger Neuzulassungen verzeichnet, als im Vorjahresmonat. Der Diesel steht besonders unter Druck. (Grafik: Kraftfahrt-Bundesamt)

278.866 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Juli 2016 neu in den Verkehr gebracht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte sich somit ein Minus von 3,9 Prozent. Die bisherige Jahresbilanz weist einen Zuwachs von +5,4 Prozent aus.

Im Juli 2016 wurden -0,8 Prozent Benziner (51,1 %) und -7,3 Prozent weniger Diesel-Pkw (47,1 %) zugelassen als im Juli 2015. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um -1,2 Prozent auf 127,9 g/km zurück.

Im Juli 2016 werden erstmals in diesem Jahr weniger Neuzulassungen verzeichnet, als im Vorjahresmonat. Der Diesel steht besonders unter Druck. (Grafik: Kraftfahrt-Bundesamt)
Im Juli 2016 werden erstmals in diesem Jahr weniger Neuzulassungen verzeichnet, als im Vorjahresmonat. Der Diesel steht besonders unter Druck. (Grafik: Kraftfahrt-Bundesamt)

3.625 neu zugelassene Hybrid-Pkw bewirkten ein Plus von +26,8 Prozent (darunter 1.016 Plug-in-Hybride (+7,6 %)). Mit 785 Elektro-Pkw ging die Neuzulassungsrate bei dieser alternativen Antriebsart um -18,4 Prozent zurück.

64,3 Prozent der Neuwagen wurden gewerblich zugelassen (-4,1 %). Der Privatanteil lag mit 35,6 Prozent (-3,5 %) ebenfalls unterhalb des Vorjahreswerts. In der bisherigen Jahresbilanz zeigte sich bei den gewerblichen ein Plus von +5,7 Prozent, bei den privaten ein Plus von +4,8 Prozent.

Der Anteil deutscher Marken am Neuzulassungsgeschehen lag bei rund 64 Prozent. Mini (+14,0 %), Ford (+12,2 %) und Audi (+1,1 %) verzeichneten als einzige deutsche Marken Zugewinne. Anteilsstärkste deutsche Marke war VW (-12,6 %) mit 20,4 Prozent.

Bei den Importmarken zeigten Lexus (+83,0 %), Jaguar (+35,9 %), Alfa Romeo (+29,7 %) und Suzuki (+28,2 %) die größten Aufwärtsbewegungen.

Volkswagen bleibt mit 20 Prozent Marktanteil Marktführer in Deutschland, verliert aber mehr über 5000 Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Volkswagen bleibt mit 20,4 Prozent Marktanteil klarer Marktführer in Deutschland, verliert aber mehr über 5000 Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat. (Grafik: KBA)

Die stärksten Zuwächse bei den Neuzulassungen konnten die Utilities (+28,1 %) und SUVs (+18,1 %) im Segmentebereich aufweisen. Bei den Wohnmobilen (+7,6 %), den Geländewagen (+4,0 %) und den Kleinwagen (+0,9 %) war ebenfalls ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat zu beobachten. Alle anderen Segmente verzeichneten einen Rückgang, wobei dieser im Segment der Oberklasse mit -34,2 Prozent am deutlichsten ausfiel.

Am Nutzfahrzeugmarkt verzeichneten die Kraftomnibusse ein Plus von +15,3 Prozent. Zweistellige Rückgänge zeigten sich bei den Zugmaschinen (-13,2 %). Auch die Krafträder verzeichneten einen zweistellige Rückgang (-11,9 %). Insgesamt wurden im Juli 2016 327.389 Kraftfahrzeuge (Kfz) und 27.118 Kfz-Anhänger neu zugelassen.

Im vergangenen Monat wechselten 609.756 Pkw den Besitzer (-8,9 %). Insgesamt verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt im Juli 2016 699.828 Kfz-Halterwechsel.

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Markus Burgdorf arbeitet seit über 25 Jahren im Automobilbereich, zuerst als Journalist, dann als Leiter Öffentlichkeitsarbeit namhafter Zulieferer, heute als freier Berater und Geschäftsführender Gesellschafter der deutschen PR- und Internet- Agentur Avandy GmbH.

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