Neuzulassungen im August 2020 rund 20 Prozent unter Vorjahresmonat

Rund 32 Prozent der Neuzulassungen entfallen auf alternative Antriebe

Pkw-Neuzulassungen im Jahresverlauf
Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland im Jahresvergleich (Grafik: KBA)

251.044 Personenkraftwagen wurden im August 2020 neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte sich ein Rückgang von 20,0 Prozent.

Der Anteil der gewerblichen Zulassungen lag bei 61,9 Prozent (-26,3 %), der der privaten Zulassungen bei 38,1 Prozent (-7,0 %).

BMW (+15,2 %) konnte bei den deutschen Marken einen zweistelligen Zuwachs in der Neuzulassungsstatistik verzeichnen, für Mini (+3,3 %) wies die Statistik eine einstellige Steigerung aus.

Alle weiteren deutschen Marken zeigten Rückgänge, welche bei Smart mit -71,1 Prozent am deutlichsten ausfielen, gefolgt von Porsche (-49,5 %), Opel (-46,8 %), Audi (-35,0 %), Ford (-26,1 %) und Mercedes (-3,7 %). Mit einem Anteil von 17,5 Prozent war VW trotz eines Rückgangs (-16,9 %) erneut die zulassungsstärkste Marke.

Pkw-Neulassungen nach Automarken
Pkw-Neulassungen nach Automarken mit Stand August 2020. (Grafik: KBA)

Bei den Importmarken legte Tesla (+453,7 %) am stärksten zu, gefolgt von zweistelligen Zuwächsen bei Jeep (+40,3 %), Nissan (+13,5 %) und DS (+11,9 %). Einstellige Zulassungssteigerungen erreichten Toyota (+8,9 %), Honda (+1,4 %) und Fiat (+1,0 %). Deutliche Einbußen verzeichneten Jaguar (-69,0 %), Dacia (-63,9 %), Land Rover (-58,2 %), Seat (-40,2 %), Ssangyong (-39,0 %), Suzuki (-34,4 %) und Mazda (-34,1%). Skoda erreichte trotz einer Einbuße von -20,0 Prozent den größten Neuzulassungsanteil (6,2 %) bei den Importmarken.

Mit Ausnahme der Wohnmobile zeigten sich Rückgänge in allen Segmenten. Das Segment der Wohnmobile lag im August um +60,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat und erreichte einen Anteil von 2,9 Prozent. Die SUVs waren mit 22,9 Prozent, trotz eines Rückgangs um -17,6 Prozent, das stärkste Segment, gefolgt von der Kompaktklasse, die einen Anteil von 20,5 Prozent bei einem Rückgang von -13,3 Prozent zum Vorjahresmonat auswiesen. Mit -63,7 Prozent fiel der Zulassungsrückgang bei den Mini-Vans am deutlichsten aus. Ihr Anteil betrug im August 1,4 Prozent.

Rund 32 Prozent der Neuzulassungen entfallen auf alternative Antriebe

47,0 Prozent der Neuwagen waren mit einem Benzinmotor ausgestattet (117.897/-38,8 %), 27,7 Prozent waren Dieselfahrzeuge (69.416/-26,7 %). Die alternativen Antriebsarten wiesen im Vergleich zum Vorjahresmonat teils dreistellige Zuwächse auf. Die Anzahl der Elektrofahrzeuge wuchs mit 16.076 Neufahrzeugen um +221,5 Prozent, ihr Anteil an den Neuzulassungen lag damit bei 6,4 Prozent. 46.188 Hybride wiesen einen Zuwachs von +132,7 Prozent mit einem Anteil von 18,4 Prozent aus, darunter 17.095 Plug-in-Hybride (+447,9 %) und einem Anteil von 6,8 Prozent. Mit Flüssiggasantrieb waren 774 Pkw (-20,7 %/0,3 %) und 659 Pkw mit Erdgasantrieb (-7,2 %/0,3 %) ausgestattet. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw verringerte sich um -11,1 Prozent und lag damit bei 140,1 g/km.

23.446 fabrikneue Krafträder und damit +59,0 Prozent mehr als im Vergleichsmonat kamen im August 2020 zur Zulassung.

Im Nutzfahrzeugbereich hingegen waren in allen Fahrzeugklassen Rückläufe zu verzeichnen, welche bei den Sattelzugmaschinen mit -34,9 Prozent am deutlichsten ausfielen (siehe Tabelle).

Insgesamt wurden 308.254 Kraftfahrzeuge (Kfz) (-16,7 %) und 26.632 Kfz-Anhänger (+8,3 %) neu zugelassen.

731.697 Kfz und damit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat wechselten im August 2020 den Halter. Das Zulassungsplus bei den Besitzumschreibungen verteilte sich mit Ausnahme der Sattelzugmaschinen (1.133/-13,0 %) und der Kraftomnibusse (630/-8,6 %) auf alle Fahrzeugklassen.

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Markus Burgdorf arbeitet seit über 25 Jahren im Automobilbereich, zuerst als Journalist, dann als Leiter Öffentlichkeitsarbeit namhafter Zulieferer, heute als freier Berater und Geschäftsführender Gesellschafter der deutschen PR- und Internet- Agentur Avandy GmbH.