Mazda erzielt positives Betriebsergebnis

Die Mazda Motor Corporation hat heute die Finanzergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr (1. April 2009 – 31. März 2010) bekanntgegeben. So weist der japanische Automobilhersteller einen Betriebsgewinn (auf Yen-Basis) von umgerechnet rund 76 Millionen Euro aus. Damit übertrifft Mazda die letzten Prognosen um 90 Prozent und das Ergebnis aus dem Vorjahr um 303,2 Millionen Euro. Trotz eines Umsatzrückgangs zum Vorjahr um 15 Prozent auf 17,311 Milliarden Euro gelang es Mazda wie beabsichtigt, zu einem positiven Cash-Flow zurückzukehren und weist diesbezüglich 540 Millionen Euro aus. Der konsolidierte Gewinn aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit betrug 37 Millionen Euro, während der konsolidierte Nettoverlust bei 52 Millionen Euro lag. Die Umsatzrendite betrug 0,4 Prozent.

Bis 2016 will Mazda seinen Fahrzeugabsatz um 500.000 Einheiten steigern. Im Headquarter von Mazda in Hiroshima arbeitet man an Strategien dafür. (Foto: Mazda)

Aufgrund der guten Verkaufsentwicklung auf den wichtigsten Märkten übertraf der weltweite Fahrzeugabsatz des Unternehmens mit insgesamt 1.193.000 Einheiten (Geschäftsjahr 2008: 1.261.000 Einheiten) die Prognosen aus dem dritten Quartal um 13.000 Einheiten.

Angetrieben durch innovative Spritspartechnologien wie i-stop und Modelle wie den nur in Japan angebotenen Mazda Biante und den neuen Mazda Axela/Mazda3 steigerte der Hersteller im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seinen Absatz auf dem Heimatmarkt um 2.000 Einheiten auf insgesamt 221.000 Einheiten. In China verkaufte Mazda 196.000 Fahrzeuge, ein Plus zum Finanzjahr 2008 von 61.000 Einheiten bzw. 45 Prozent. Im gesamten nordamerikanischen Raum fiel der Absatz gegenüber dem Geschäftsjahr 2008 um 11,1 Prozent bzw. 40.000 Einheiten auf insgesamt 307.000 Einheiten, wobei das Unternehmen in den USA auf insgesamt 210.000 Fahrzeuge kam, ein Rückgang um 12,5 Prozent bzw. 30.000 Stück. In Europa setzte Mazda 239.000 Einheiten ab. Das sind 25,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. In den anderen Märkten zusammen ging der Absatz im Geschäftsjahr 2009 um 3,4 Prozent auf 230.000 Fahrzeuge zurück.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010

Vor dem Hintergrund der sich stabilisierenden Weltmärkte sieht Takashi Yamanouchi, Präsident und CEO der Mazda Motor Corporation, gute Chancen für Wachstum: „Wir wollen Umsatz und Gewinn weiter steigern sowie die Ertragskraft von Mazda in allen Bereichen stärken. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2010 rechnen wir mit einem Umsatz von 2,270 Billionen Yen (umgerechnet 18,16 Milliarden Euro) sowie einem Gewinn von 30,0 Milliarden Yen (240 Millionen Euro) beim operativen Geschäft und 5,0 Milliarden Yen (40 Millionen Euro) beim Nettoergebnis.“ Zudem setzt das Unternehmen den Fokus darauf, weiterhin einen positiven Cash-Flow zu generieren.

Mazda beabsichtigt im Geschäftsjahr 2010 weltweit 1.270.000 Fahrzeuge zu verkaufen. Das wäre ein Plus von 77.000 Einheiten. Zum Volumenwachstum beitragen werden die weltweite Einführung des neuen Mazda5/Premacy, der Verkaufsstart des Mazda2 in Nordamerika sowie die Einführung des Mazda8/MPV in China. Darüber hinaus stärkt das japanische Unternehmen weiterhin seine Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen und investiert zudem vermehrt in die nächsten Modellgenerationen, die ab 2011 auf den Markt kommen werden.

Mazda plant im Geschäftsjahr 2010 sowie für das darauf folgende Geschäftsjahr 2011 eine Jahresenddividende von jeweils drei Yen per Aktie auszuzahlen.

Mittel- und langfristiger Ausblick

Neben den Finanzergebnissen hat Mazda auch die Eckpunkte des mittelfristigen Geschäftsplans veröffentlicht, der für den Zeitraum bis März 2016 ausgelegt ist. Demnach beabsichtigt das japanische Unternehmen seine weltweiten Verkäufe gegenüber dem heutigen Stand um 500.000 Einheiten auf insgesamt 1.700.000 Millionen Fahrzeuge zu steigern. Darüber hinaus will der Hersteller das Betriebsergebnis auf 1,36 Milliarden Euro steigern und damit einen neuen Rekordgewinn erwirtschaften. Die Umsatzrendite soll bis zu diesem Zeitpunkt auf 5,0 Prozent steigen.

„Was müssen wir dafür tun?“, fragt Takashi Yamanouchi. „Zunächst einmal galt es für uns, eine schlanke und widerstandsfähige Unternehmensstruktur zu schaffen, die selbst bei einem starken Yen und einer Werksauslastung in Japan von 80 Prozent noch ertragreich ist.“ Das Ergebnis ist heute schon sichtbar, denn Mazda schreibt bereits seit dem zweiten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres schwarze Zahlen. „Und was noch? Wir müssen uns weiter auf unsere Stärken konzentrieren. Dazu zählen weitere technologische Innovationen nach der Monozukuri-Philosophie, unsere Baukasten-Strategie und die fortgesetzte Produktoptimierung in Sachen Leistung, Qualität und Kosten. Ganz gleich wie sich die Wirtschaft künftig entwickelt: Wir müssen unter allen Umständen unsere Anteile auf den wichtigsten Märkten halten oder sogar ausbauen und so unsere Marke stärken.“

Über Markus Burgdorf 187 Artikel
Markus Burgdorf arbeitet seit über 25 Jahren im Automobilbereich, zuerst als Journalist, dann als Leiter Öffentlichkeitsarbeit namhafter Zulieferer, heute als freier Berater und Geschäftsführender Gesellschafter der deutschen PR- und Internet- Agentur Avandy GmbH.

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